Archiv für März 2014

Was macht Gojko Mitic eigentlich heute?

Früher war er mal der Held meiner Kindheit. Na gut, soviel Auswahl hatten wir damals zu DDR-Zeiten ja nicht. Da gab´s nur Gojko Mitic und optional noch Ernst Thälmann, den ich seiner Schiebermütze wegen damals ebenfalls ganz cool fand. Thälmann wurde bekanntlich von den Nazis ermordet, aber auch von Mitic war in den letzten Jahren wenig zu hören. Vielleicht gucke ich auch bloß die falschen Fernsehsender, und bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg war ich auch lange nicht mehr…
So war ich einigermaßen überrascht, als ich das hier sah: Schaut glatt so aus, als wäre Mitic mittlerweile dem örtlichen Chapter der Hell´s Angels beigetreten und würde nebenbei in seiner Freizeit die Fußgängerzonen in deutschen Innenstädten unsicher machen…

Nee, war jetzt natürlich alles Quatsch, was ich erzählt hab. In Wirklichkeit handelt es sich hier um das neue offizielle Video der Band Datashock

a collective of multi-instrumentalists. Founded in 2003, they‘ve been losing themselves in the wardrobes of their subconcious ever since and have never been frightened to play around with whatever they can find in there, trying out colourful sound-costumes and sending out psychedelic-experimental ‚Gruselkraut‘ from the depths of this vast piece of furniture.

So sagt das Label-Info und beschreibt damit schon ganz gut, was hier passiert. Die neue Platte von Datashock erscheint demnächst bei Meudiademorte und sei vorausschauend mal empfohlen. Solche Sorten ernsthafter Beklopptheit kann ich schließlich nur gutheißen – für ein gutes Video braucht man manchmal nur eine Handkamera und einen Typen, der keine Scheu hat, mal so richtig aus sich rauszugehen. Wie sagte mein Papa damals immer? “ Ein Indianer kennt keine Furcht vor Peinlichkeit!“ Da hat er mal verdammt recht gehabt!
Also schaut euch das mal an – und wenn ihr dann noch nicht genug habt, guckt mal hier, dann gibt sich das wieder. Ist manchmal schon ziemlich menschenverachtend, was man in der Seitenleiste bei Youtube so angezeigt kriegt…

Ohne Worte…

Hab gerade keine Lust, viel rumzutexten. Aber für schöne Musik reicht der Elan locker noch. Benguela kommen aus Südafrika und machen auch nicht viele Worte in ihrer Musik. Muss ja auch nicht, denn die kann auch gut für sich alleine sprechen. Instrumental, halb Impro, halb Komposition. Irgendwo zwischen Jazz, Dub, Post-Rock und afrikanischen Stilen, die ich oller Eurozentrist nicht näher benennen kann. Schöne Sache, das.