Zombies für den Untergang des Abendlandes

Falls ihr euch Sorgen gemacht haben solltet: Nein, dieser Blog ist nicht tot, sondern nur so untot, wenn dieser platte Witz hier gestattet ist… Ich spüre nur gerade keinen Drang mich zu äußern, zu diesem und jenem, was die Menschheit so umtreibt. Zur PEGIDA-Bewegung in Dresden zum Beispiel – was soll ich da schreiben? Klar kann man a) aufzeigen, was für Unsinn die Leute sich zusammenreimen, sich b) überlegen, was da für psychologische Motive dahinter stecken (zuviel PI-News gelesen, Angst vorm sozialen Abstieg und dem Alleinsein, Suche nach Identität – so was in die Richtung wird´s schon sein…), oder c) sich darüber lustig machen.
Alles schön und gut, aber da gibt es genug andere Leute, die das tun… Ich schätze eh, das verläuft sich wieder, und wenn die Islamisierung des Abendlandes vorüber ist, gibt es noch genug andere Sachen, vor denen man sich fürchten kann (Chemtrails zum Beispiel). Und ganz allgemein fehlt mir die Lust, mich zu solchem Quatsch zu äußern. Solche kritischen Unkenrufe aus der Blogosphäre bewirken ja ohnehin nur verhältnismäßig wenig – entscheidend ist, was auf dem Platz geschieht (demnächst auch hier in Leipzig!).

Um den Untergang des Abendlandes ein wenig zu beschleunigen, gibt´s hier mal ein paar Videos mit finnischem Death Metal, nur so, weil ich diesen Kram gerade ziemlich gerne höre. Passt auch deshalb gut, weil der Geburtstag des wahrscheinlich bekanntesten Untoten der Menschheitsgeschichte (ha, das war platter Witz Nr. 2!) gerade erst vorüber ist.
Also hier: Demilich. Haben leider nur ein Album rausgebracht, das 1993 erschien, als die Band sich bereits aufgelöst hatte. Ich mag diese Art von suuupertiefen Grunzstimmen sonst nicht allzu sehr – aber hier passt sie doch, auch wenn sie unnatürlich klingt. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie man zu diesem Sound sonst singen sollte. Und die Musik klingt auch mit über zwanzig Jahren Abstand noch faszinierend und fremdartig schön. Insektenmusik, oder halt der Sound, den fiese Alien-Invasoren aus dem Weltraum in der Chill-out-Zone hören…

Convulse sind im Vergleich dazu so bodenständig wie eine Dampfwalze, und machen gleich mal prophylaktisch mit einem schweren Doom-Riff alles platt, um dann das Gaspedal anzuziehen und noch mal nachzubügeln, wo noch ein Hälmchen aus der Erde ragt. Eine hübsch antichristliche Attitüde hatten sie auch, wobei das mit der Blasphemie ja so ´ne Sache ist – man muss zumindest ein bisschen an Gott glauben, um ihn wirkungsvoll verspotten zu können. Aber ich will hier keine Korinthen kacken, denn Spaß macht das hier so oder so.

Bei Necropsy höre ich dagegen so dezente klassische Einflüsse (im Iron-Maiden-Sinne) aus den Riffs heraus, und bei den Soli sowieso. Ist jedenfalls auch sehr formschönes Gekloppe und Gegrunze, mit runtergestimmten Klampfen und Texten, die in traditionellem Death-Metal-Englisch verfasst wurden. Auch das kann ich nur gutheißen. Ugh!