Archiv der Kategorie 'allgemein'

Aufräumen…

So… weil bei mir gerade ausreichend Zeit und Laune vorhanden sind, hab ich nun noch einen kleinen Jahresendputz veranstaltet und meine Blogroll aufgeräumt. Raus aus der Liste ist z.B. die outside the box – deren Blog geht demnächst ohnehin offline. Stattdessen gibt´s eine neue Website.
Es gibt aber auch inhaltliche Gründe: Obwohl mir die Macherinnen dieses „Magazins für feministische Gesellschaftskritik“ (soweit bekannt) persönlich sehr sympathisch sind, habe ich es nie geschafft, eines ihrer Hefte wirklich zu lesen, sondern bei den meisten Artikeln entweder nach drei Sätzen das Interesse verloren oder mich geärgert (letzteres geht - nicht ohne Grund - wohl auch anderen Leuten so).

Neu hinzugekommen ist dagegen Genova aka Exportabel, bei dessen Blog ich oft mitlese und selten kommentiere. Im Gegensatz zu mir gibt dieser Mensch sich wirklich Mühe, mit dem Weltgeschehen auf Augenhöhe zu bleiben. Ein kluger und etwas störrischer Altlinker1, der zu fast allem, was an Nennenswertem abläuft, eine begründete Meinung hat. Finde ich sehr sympathisch…

  1. Das Wort möchte ich hier natürlich nur positiv verstanden wissen – im Übrigen kenne ich ihn nicht persönlich und weiß gar nicht, wie alt er wirklich ist ;) [zurück]

O.T. (Dezember 2014)

Und falls ihr euch gefragt haben sollten, was der Junge so macht, wenn er gerade nicht die Weltgeschichte kommentiert oder wahllos Musikvideos postet: dann kritzelt er rum. Manchmal kommt auch was Gutes dabei rum, wie in diesem Fall. Muss ich noch mal in Farbe übertragen, wenn ich die Muße dafür finde.

Guter Staat, böse Überwachung

Wie war das noch mit dem ausgewogenen Verhältnis von „Freiheit“ und „Sicherheit“? Und wie kommt der Staat, dessen ehrenvollste Aufgabe es doch sein soll, beide zu schützen, so plötzlich dazu, arglose und unbescholtene Bürgerinnen und Bürger zu bespitzeln? Man weiss es nicht genau, aber schlimm finden sollte man es natürlich trotzdem…
Das Berliner Seminar für angewandte Unsicherheit übt Kritik an der marktgängigen Überwachungskritik – und weil ich die SaU sehr sympathisch finde und die Kritik weitgehend teile, weise ich da natürlich gerne drauf hin. Nimm dies, Überwachungsstaat!

Die Ferengi-Partei grüsst

Ja, ich habe lange nichts mehr gepostet. Während die digitale Revolution ihre Kinder frisst, war ich in den letzten Monaten schwer beschäftigt, u.a. damit Katzen zu streicheln, Marmorkuchen zu backen und gelegentlich sehr ausdauernd die Wände anzustarren. Nix gegen Web 2.0, aber die gute hausbackene analoge Realität hat auch einiges zu bieten!
Also nein, ich habe diesen Blog hier noch nicht an den Nagel gehängt. Im neuen Jahr wird zwar nicht alles besser, aber eben doch irgendwie anders. Hier mal zum Neustart ein wenig politisch-satirische Plakatkunst. Hat mich zum Lachen gebracht, klappt bei euch vielleicht auch:

Zehn Finger + sechs Saiten

Noch einmal Musik. Blues diesmal. Oder ist es doch eher Folk? Ich kenne mich da nicht so aus… John Fahey jedenfalls. Der Mann sieht in dieser historischen Aufnahme zwar exakt aus wie der abgehalfterter Trinker, der er zu dieser Zeit (1979) wohl auch war1. Aber das Aussehen ist hier allemal Nebensache. Die Hauptsache ist, dass Fahey in angenehm unaufgeregter Haltung vorführt, was für wunderbare Sachen man mit zehn Fingern und einem mit Saiten bespannten Stück Holz so alles anstellen kann. Die Kunst liegt eben in der Reduktion, nicht in wildem Griffbrett-Gegniedel – diese Botschaft sollten sich alle vermeintlichen Gitarrenhelden dieser Welt mal dick mit Edding hinter die Ohren schreiben. Alle anderen Menschen sollten das hier zumindest mal gehört haben.

  1. Eine ausführliche und interessante Aufarbeitung von Faheys Leben und Werdegang als Musiker findet sich hier. [zurück]